AMTLICHE DATEN · LANDKREIS KELHEIM
Keine kopierten Angebotspreise, keine erfundenen Quadratmeterwerte: Wir zeigen amtlich veröffentlichte Wohnungs- und Gebäudebestände, erklären ihre Aussagekraft und dokumentieren die Nutzungsrechte der Quelle.
Amtliche Zahlen ansehen ↓WOHNUNGSBESTAND · ZEITREIHE 2020–2023
Die folgende Grafik wurde von unserer Redaktion selbst erstellt. Sie zeigt die Zahl der Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden im Landkreis Kelheim zum jeweiligen 31. Dezember. Grundlage ist die amtliche Veröffentlichung „Statistik kommunal 2024“ des Bayerischen Landesamts für Statistik, Tabelle 16.
Darstellung: Redaktion Kelheim Immobilienwissen, eigene Visualisierung. Balken beginnen bei null. Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik, „Statistik kommunal 2024“, Landkreis Kelheim, Tabelle 16, Bestand zum 31. Dezember. Daten verändert (Auswahl, grafische Aufbereitung und Differenzberechnung).
| Berichtsjahr | Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden | Wohngebäude |
|---|---|---|
| 2020 | 55.914 | 35.526 |
| 2021 | 56.601 | 35.837 |
| 2022 | 57.488 | 36.212 |
| 2023 | 58.549 | 36.599 |
Der Berichtsstand der hier gezeigten Zeitreihe endet 2023; die zugrunde liegende Veröffentlichung erschien im Mai 2025. Neuere amtliche Daten können vorliegen. Für aktuelle Stände wird zusätzlich auf die GENESIS-Datenbanken verwiesen.
Die Entwicklung des Wohnungsbestands zeigt, wie viele Wohnungen zu den jeweiligen Stichtagen statistisch erfasst wurden. Im Landkreis Kelheim stieg der ausgewiesene Bestand zwischen Ende 2020 und Ende 2023 von 55.914 auf 58.549 Wohnungen. Die Differenz beträgt 2.635 Wohnungen. Das ist eine Bestandsveränderung, keine Aussage darüber, wie viele Neubauwohnungen in diesem Zeitraum verkauft wurden oder ob sich eine bestimmte Gemeinde besonders stark entwickelt hat.
Die Zahl der Wohngebäude stieg im gleichen Zeitraum von 35.526 auf 36.599. Wohngebäude und Wohnungen sind verschiedene Größen: Ein Mehrfamilienhaus ist ein Gebäude, kann aber viele Wohnungen enthalten. Wohnungen in Nichtwohngebäuden sind in der Wohnungszahl ebenfalls berücksichtigt. Deshalb ist es falsch, aus der Differenz der beiden Kennzahlen unmittelbar auf die Zahl neu errichteter Einfamilienhäuser zu schließen.
Eine größere Zahl an Wohnungen bedeutet nicht automatisch sinkende Kaufpreise. Ob der Markt für eine konkrete Immobilie angespannt ist, hängt auch von Bevölkerungsentwicklung, Haushaltsgrößen, Einkommenssituation, verfügbarer Baufläche, Finanzierungsbedingungen und der Art der nachgefragten Wohnungen ab. Eine kleine Wohnung im Zentrum von Kelheim kann einen anderen Teilmarkt bedienen als ein Einfamilienhaus in einem Ortsteil von Mainburg oder Riedenburg.
Diese Wohnungsbestandsstatistik beschreibt Gebäude und Wohnungen zum jeweiligen Stichtag, keine Kaufpreise oder Mieten. Ergänzend bietet unser Immobilienmarkt-Überblick amtliche Angaben zur Marktaktivität 2025 und zum Bodenrichtwert-Stichtag 2026. Die dort ausgewählten historischen Kaufpreise stammen aus dem Immobilienmarktbericht 2025 mit Bezugszeitraum 2024.
Private Immobilienportale veröffentlichen häufig Schätzwerte oder modellierte Angebotspreise. Diese können für eine erste Marktorientierung nützlich sein, sind aber nicht mit einer amtlichen Vollerhebung gleichzusetzen. Ein angebotener Kaufpreis ist nicht notwendigerweise der Preis, der später notariell vereinbart wird. Zudem ist häufig nicht ersichtlich, wie stark einzelne Objektarten, Baujahre oder Lagen in einen modellierten Durchschnitt einfließen.
Die amtliche Statistik misst dagegen klar definierte Sachverhalte mit dokumentierten Erhebungsverfahren. Bei der Wohnungsbestandsfortschreibung ist das beispielsweise die Zahl der Wohnungen zu einem bestimmten Stichtag. Sie ist dadurch transparenter, beantwortet aber eine andere Frage als eine objektspezifische Wertermittlung. Wir trennen diese Themen bewusst, statt die Ergebnisse miteinander zu vermischen.
Bei Zeitreihen muss berücksichtigt werden, ob Zensus-Ergebnisse oder methodische Revisionen die Basis einer Fortschreibung verändern. Die hier abgebildeten vier Werte entstammen derselben Ausgabe der amtlichen Publikation. Wenn wir später neuere Jahrgänge ergänzen, prüfen wir deshalb zuerst, ob die Werte methodisch direkt vergleichbar sind. Ein statistischer Sprung aufgrund einer neuen Basis ist nicht dasselbe wie ein sprunghafter Neubau von Wohnungen.
Für Eigentümer sind solche Daten eine solide Grundlage, um den regionalen Markt zu verstehen. Sie zeigen langfristige strukturelle Veränderungen, nicht den Tagespreis eines Hauses. Wer einen Verkauf plant, sollte diese Entwicklungen mit konkreten objektspezifischen Merkmalen, der Nachfrage im jeweiligen Ortsteil und rechtlich zulässigen Vergleichsdaten zusammen betrachten.
Auch bei einer Vermietung kann die Entwicklung des Wohnungsbestands interessant sein. Sie beantwortet jedoch nicht die Frage nach der rechtlich zulässigen Miethöhe. Dafür gelten andere gesetzliche Vorgaben und Nachweismethoden. Ein seriöser regionaler Ratgeber benennt diese Grenzen, anstatt aus allgemeinen Bestandsdaten scheinbar genaue Mietpreise zu berechnen.
Primärquelle für die dargestellten Landkreiswerte: Bayerisches Landesamt für Statistik, „Statistik kommunal 2024“, Landkreis Kelheim (Regionalschlüssel 09 273), Tabelle 16 „Bestand an Wohngebäuden und Wohnungen seit 2020“, Berichtsjahre 2020 bis 2023, veröffentlicht Mai 2025. Das Impressum der Publikation erlaubt die Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe. Wir haben die Werte ausgewählt, neu visualisiert und eine eigene Differenz berechnet; wir übernehmen keine amtlichen Grafiken oder Fotos.
Originalveröffentlichung des Bayerischen Landesamts für Statistik (PDF)
Weiterführende offene Datenschnittstelle: GENESIS-Online des Statistischen Bundesamts (Destatis), darunter die Statistik des Wohnungsbestands (Statistik 31231). Für die GENESIS-Daten gilt die Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0. Bei einer künftigen Übernahme solcher Daten nennen wir den konkreten Datensatz, den Lizenztext und eigene Änderungen.
GENESIS-Tabelle 31231-0020 öffnen · Lizenztext dl-de/by-2-0 · GENESIS-API-Informationen
Quellen- und Lizenzprüfung am 8. Oktober 2026. Diese Seite verwendet die Werte aus der genannten Landesveröffentlichung, nicht die Zahlen eines Immobilienportals. Kein amtlicher Immobilienpreisbericht, kein Mietspiegel und keine individuelle Immobilienbewertung.
Die hier zitierte amtliche Veröffentlichung erlaubt die Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe. Für die GENESIS-Online-Datenbank gestattet die offene Datenlizenz Deutschland – Namensnennung – Version 2.0 ausdrücklich auch kommerzielle Anwendungen. Die Rechte für Fotos, Logos, fremde Karten und einzelne andere Datensätze müssen trotzdem gesondert geprüft werden.
Nein. Wohnungsbestand und Immobilienpreise sind unterschiedliche Messgrößen. Wir veröffentlichen nur Zahlen, deren Definition und Quelle nachvollziehbar sind.
Neue Werte sollen nur nach Prüfung der Originalquelle, des Berichtsstands, der Vergleichbarkeit und der Nutzungsrechte ergänzt werden. Bis dahin bleibt der dokumentierte Stand der jeweiligen Grafik sichtbar.